Geschichte des Nö-Tauchdienstes
Der Tauchdienst des niederösterreichischen Landesfeuerwehrverbandes wird im Jahr 1963 im Rahmen des F&B-Dienstes ins Leben gerufen.
Ausschlaggebendes Ereignis ist die im März 1963 einsetzende Schneeschmelze vom Rußbach im Bezirk Gänserndorf. Der Leiter dieses Einsatzes ist der spätere niederösterreichische Landesfeuerwehrkommandant Sepp Kast.
Nach diesem Einsatz kommt der NÖ. Landesfeuerwehrverband zur Erkenntnis eine Sondereinheit für Einsätze unter Wasser zu initieren. Aufgabe und Zweck der neuen Sondereinheit sollte sein, in Notfällen auch unter Wasser wirksame Hilfsmaßnahmen und Bergeaktionen durch die Feuerwehr im niederösterreichischen Raum zu ermöglichen.
Mit der Gründung der Sondereinheit Tauchdienst wird Ing. Gerhard Nowak vom NÖ. Landesfeuerwehrverband im Jahr 1963 beauftragt. Es ist für ihn sicherlich keine leichte Aufgabe, trotzdem gelingt es ihm binnen kürzester Zeit die erste NÖ. Feuerwehrtauchgruppe zusammenzustellen. Die Taucher der ersten Tauchgruppe Tulln sind: Ing. G. Nowak; W. Thill; R. Konicky und K. Suchentrunk.
Neben der bereits existierenden Tauchgruppe Tulln sollten weitere Gruppen in Niederösterreich eingerichtet werden, um im Ernstfall rasch und effizient helfen zu können.
Im Mai 1967 wird die Ausbildung der zweiten Tauchgeneration mit einem 9-tägigen Tauchlehrgang in Selce (Jugoslawien) abgeschlossen. Mit den fertig ausgebildeten Kameraden erhöht sich der Mannschaftsstand der Sondereinheit auf 17 Taucher, die auf vier Gruppen aufgeteilt werden:
Tauchgruppe Mitte, Tulln: 4 Taucher
Tauchgruppe Ost, Korneuburg: 4 Taucher
Tauchgruppe Nord, Krems: 5 Taucher
Tauchgruppe West, Haag 4 Taucher
Im Jahr 1968 wird die fünfte Tauchgruppe Süd in Wiener Neustadt eingerichtet.
1971 Tauchlehrgang 2 in Zurkovo (Jugoslawien); 9 Kameraden von 22 bestehen die Tauchausbildung
1972 Anschaffung eines Tauchdienstfahrzeuges für die TG Nord Weissenkirchen (Krems)
1976 Tauchlehrgang 3 auf der Insel Elba (Italien); 9 Kameraden von 26 bestehen die Prüfungen
1979 Tauchlehrgang 4 auf der Insel Elba (Italien); 10 Kameraden von 25 schaffen die Tauchausbildung
1980 Anschaffung eines Tauchdienstfahrzeuges für die TG-Süd Baden (Wr.Neustadt)
1981 die AGA RT-88 Tauchgeräte werden durch moderne, neu entwickelte Tauchgeräte AGA-Divator 327 ersetzt.
1982 dieses Jahr beginnt mit einem Generationenwechsel im Kommando: Ing. G. Novak; Gründer der Sondereinheit; übergibt seine Funktion dem Gruppenkommandant der TG-West Ing. P. Jopich;
Tauchlehrgang 5 auf der Insel Elba (Italien); wiederrum bestehen 9 Kameraden von 19 die Ausbildung
1987 Anschaffung eines neu entwickelten Tauchdienstfahrzeuges für die TG-West Purgstall
1987 Tauchlehrgang 6; 18 Kameraden absolvieren mit positivem Erfolg in Medveja (Jugoslawien) den Lehrgang und erhöhen den Mannschaftsstand des NÖ. Tauchdienstes auf 53 Taucher (Einsatztiefe bis 40 m), sowie 4 Taucher bis 10 m
1988 ernennt der Landesfeuerwehrrat den Kameraden Franz Zottl zum neuen Kommandentstellvertreter sowie Erwin Weidinger zum Verwalter.
In den vergangenen 25 Jahren, seit Bestehen des NÖ. Feuerwehrtauchdienstes, werden insgesamt 475 Einsätze durchgeführt. Einsätze, welche teilweise an die physische bzw. psychische Belastungsgrenze der eingesetzten Taucher führten. Bis 1988 können aufgrund der langen, harten und gezielten Ausbildung im gesamten Tauchdienst Unfälle vermieden werden.
1991 Tauchlehrgang 7 auf der Insel Elba (Italien)
1996 der zweite Generationenwechsel im Kommando des NÖ. Feuerwehrtauchdienst: Ing. Peter Jopich übergibt die Sondereinheit und seine Funktion dem Gruppenkommandant der TG-Mitte, Josef Dussmann
1996 Tauchlehrgang 8
2001 Tauchlehrgang 9
2002 legt das gesamte Kommando unter der Leitung von Josef Dussmann seine Funktionen nieder. Der neue Kommandant wird Nö. Landesfeuerwehrkommandant LBD Wilfried Weissgärber. Willi Weissgärber beauftragt den Kommandant der TG-West Friedrich Brandstetter mit der Reformierung des Tauchdienstes und bestellt ihn zum provisorischen Leiter. In diesem Jahr wird auch die Auflösung der TG-Mitte beschlossen.
2004 Tauchlehrgang 10 Abschluss und Prüfung in Medveja (Kroatien) vom 26. September bis 3. Oktober; 9 Aspiranten unterziehen sich der schwierigen Aufgabe zum Einsatztaucher 40 |